Seelsorgeeinheit Eichenberg

Ein Blick in die Geschichte der Seelsorgeeinheit

Der Begriff "Seelsorgeeinheit" ist erst in den letzten Jahren entstanden. solange noch (fast) jede der 1000 Pfarreien der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem eigenen Pfarrer als Gemeindeleiter besetzt werden konnte, waren die Seelsorgeeinheiten kein Thema. Sicherlich gab es auch früher die Situation, dass ein Pfarrer zwei oder drei Gemeinden "leiten" musste. So teilen sich schon seit Jahren die Gemeinden Dettingen und Hemmendorf einen Pfarrer ebenso wie die Gemeinden Hirrlingen, Frommenhausen und Schwalldorf.

Die Situation änderte sich, als die Diözesanleitung feststellte, dass die für das Jahr 2001 angezielte Personalplanung nicht erreicht werden konnte. (Kurz gesagt, es gab zuwenig Priester). Ähnliche personelle Entwicklungen fanden zeitgleich in den meisten anderen deutschen Diözesen statt. Dort gebrauchte man in der Regel den Begriff "Seelsorgeeinheit", um damit die Kooperation verschiedener Kirchengemeinden, denen ein Team von Hauptberuflichen zugeordnet ist, zu beschreiben. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurde entschieden, dass nicht alle zur Verfügung stehenden Priester als Pfarrer "verplant" werden sollen, d. h. nicht alle Priester müssen als Gemeindeleiter eingesetzt werden. Damit soll es in Zukunft keine "Einzelkämpfer" mehr geben, sondern alle Dienste werden in Teams eingebunden sein. Ein pastorales Team kann aus einem (leitenden) Pfarrer, einem Priester als pastoralem Mitarbeiter, einem Diakon, einem/er Pastoralrefenten/in und einem/er Gemeindereferenten/in bestehen. So sieht man die Umbruchsituation auch als Chance der Zukunftsgestaltung. Von dieser Entwicklung werden nicht nur die kleineren Gemeinden betroffen sein, sondern alle - auch die großen Stadtgemeinden.

Die Seelsorgeeinheit "Eichenberg" konkret

Der Name der Seelsorgeeinheit gab der 466m hohe Eichenberg, der sich im Nordosten der Gemeinde Hirrlingen erhebt. Um ihn herum liegen die Gemeinden Dettingen, Frommenhausen, Hemmendorf und Schwalldorf, die politisch zur großen Kreisstadt Rottenburg gehören.

Die Seesorgeeinheit "Eichenberg" zählt 4.923 Katholiken. (Hirrlingen 2.154; Dettingen 1.309; Frommenhausen 337; Hemmendorf 591 und Schwalldorf 542).

Durch den Weggang der beiden Ortspfarrer im Frühjahr und Sommer 1999 mussten diese Pfarreien wieder neu besetzt werden. Die Neubesetzung fiel genau in die Planungsphase der Diözese zur Errichtung der Seelsorgeeinheiten. So wurden diese fünf eigenständigen Pfarreien unter dem Namen Seelsorgeeinheit "Eichenberg" zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Schon am 18. September 1999 wurden Pfarrer Uwe Thauer und Pfarrer Thomas Schmollinger als Seelsorger in ihr neues Amt in den Eichenberggemeinden eingeführt.

Zum 1. September 2008 gab es personelle Veränderungen: Pfarrvikar Thomas Schmollinger wurde von seinem Dienst in der Seelsorgeeinheit für ein Aufenthalt in Uganda freigestellt. Diakon Klaus-Jürgen Kauss übernahm einen 50 % Dienstauftrag in der Seelsorgeeinheit. Dadurch war Pfr. Uwe Thauer seither für die priesterlichen Dienste in der SE alleine zuständig. An den Sonn- und Feiertagen unterstüzten uns pensionierte Priester aus dem Dekanat. So können wir an den Sonntagen noch in allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit die Eucharistie feiern.

Weitere personelle Veränderungen gab es gleich zu Beginn des Jahres 2011. Am 23. Januar wurde Pfr. Uwe Thauer nach 11 Jahren in der Seelsorgeeinheit Eichenberg verabschiedet. Nur wenige Monate später - am 31. Juli 2011 - wurde ebenfalls die Verabschiedung von Vikar Hansjörg Häuptle gefeiert. Nach zwei Jahren in der Seelsorgeeinheit Eichenberg verabschiedete er sich um seine Ausbildung in Backnang für weitere zwei Jahre fortzusetzen. 

In der folgenden Übergangszeit befand sich die Pfarrgemeinde Hirrlingen in der Administration von Pfarrer Dr. Hans-Michael Schneider. Mit der Einführung am 16. September 2012 hat Pfarrer Dr. Remigius Orjiukwu das Amt des Seelsorgers in den Eichenberggemeinden übernommen.

Links in die anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit